Der Biber sorgt für Wasserrückhalt und Wiedervernässung - genau das macht ihn zum Helfer gegen Klimakrise und Artenschwund. Es führt aber auch zu Konflikten mit menschlichen Nutzungsansprüchen. (Foto: pixabay, slipacre)
Seit 15 Millionen Jahren ist der Biber eine Leitart der Auen und Gewässer. War er im 19. Jahrhundert europaweit nahezu ausgerottet, haben sich seine Bestände in den letzten Jahrzehnten wieder deutlich erholt. Wie kein anderes Tier gestaltet der Biber Landschaft nach seinen Ansprüchen. Dadurch schafft er auch für viele Pflanzen und Tieren geeignete Lebensräume. Dies führt jedoch oft zu Konflikten mit menschlichen Nutzungen, wie z.B. mit der modernen Landwirtschaft und Infrastruktur. Andererseits werden seine Ökosystemleistungen gerade mit Blick auf EU-Projekte wie der Verordnung zur Wiederherstellung der Natur und dem Bundes-Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz sehr positiv bewertet. Die Veranstaltung möchte fachlich beide Aspekte beleuchten und anhand von Beispielen Lösungsmöglichkeiten aufweisen.
Nach dem Vortrag des Biberbeauftragten Bernd Tombek hält Martin Bachhofer, Landesgeschäftsführer des BUND Baden-Württemberg, ein Positionsstatement, in dem er auch die neue, geplante Biber-Verordnung des Landes kritisch beleuchten wird, die Erleichterungen für Abschüsse dieser europarechtlich streng geschützten Tierart vorsieht.
Danach ist die Diskussion eröffnet.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Online-Teilnahme über Zoom (nur passive Teilnahme möglich):
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Zugangsdaten: akademie@hdb-stiftung.com, Akad&159)
Achtung: Teilnehmende können nur zuschauen und zuhören, jedoch ist eine aktive Beteiligung (Fragen/Chat) nicht möglich.