Regionalverband Heilbronn-Franken

Kopfweidenschneiden bei bestem Wetter

Jedes Jahr steht Ende Januar auf dem BUND-Grundstück im Heilbronner Naturschutzgebiet Köpfertal das Weidenschneiden an. Und jedes Jahr kommt dazu eine bunte Truppe großer und kleiner Helferlein zusammen, darunter viele BUND-Mitglieder, aber auch befreundete Gruppen. Auch 2024 war die Pfadfindergruppe „Hansriesser-Wölflinge“ tatkräftig im Einsatz - sowohl Kids, als auch Eltern und Gruppenleiter Michael Schneider. So konnten am 27. Januar nicht nur die Kopfweiden auf unserem Grundstück, sondern auch die auf dem Nachbargrundstück Beutinger geschnitten werden. Nach drei Stunden war alles erledigt, so dass bei Punsch, Glühwein und Gebäck der gemütliche Teil begann. Für die Pfadfinder gab es zünftig Stockbrot am Feuer. Übrigens: Am darauf folgenden Dienstag haben die „Freunde des Waldes“ noch ein paar eigens für sie übriggelassene Weiden geschnitten, um Ruten fürs Weidenflechten zu erhalten.

Heilbronn: Viel los rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Mitte September 2023 ist in Heilbronn so richtig viel geboten für Menschen, die sich für Klimaschutz und Nachhaltigkeit interessieren und einsetzen. Am 15. September nimmt Heilbronn am globalen Klimastreik teil - und der BUND sammelt dabei Unterschriften für den Volksantrag gegen Flächenfraß. Tags drauf steht der BUND gemeinsam mit dem NABU und dem Kreisbauernverband auf dem Heilbronner Wochenmarkt und sammelt wiederum Unterschriften für den Volksantrag für mehr Flächenschutz. Sonntag ist der BUND erstmalig mit einem Stand und einer tollen Pflanz- und Upcycling-Idee in Möckmühl vertreten. Am darauffolgenden Wochenende geht es mit dem großen Nachhaltigkeits- und Energiewendetag weiter, bei dem unser BUND-Ortsverband Heilbronn zu den wichtigsten Mitiniatoren zählt. Diese Veranstaltung ist eingebunden in die "14 nachhaltigen Tage", die ab 16. September in der Kätchenstadt starten - mit einem ganz tollen Programm!

Mehr zu den Veranstaltungen und Aktionen erhalten Sie auf unserer Seite "Termine", zu der Sie über den entsprechenden Button auf der obigen Menüleiste gelangen!

Geschäftsstelle für 2 Wochen geschlossen

Liebe Freundinnen und Freunde der Erde,

unsere Heilbronner Geschäftsstelle des BUND Regionalverbands Heilbronn-Franken ist vom 25. August bis einschließlich 8. September geschlossen. In dieser Zeit werden keine Mails gelesen und der Anrufbeantworter nicht abgehört. In wirklich dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an unseren BUND-Landesverband (https://www.bund-bawue.de/). Wir wünschen Ihnen noch schöne Sommertage mit gemäßigten Temperaturen und immer mal wieder Regen - für uns und unsere Natur.

BUND-Ortsverband Creglingen in den Startlöchern

Creglingen ist eine sehr dünn besiedelte, idyllisch gelegene Flächengemeinde im Main-Tauber-Kreis

In Creglingen formiert sich klarer Widerstand gegen den Plan, ein 22-ha-Industriegebiet mitten auf die idyllische Felder nördlich des Ortsteils Frauental zu setzen. Die Planungen sind weder ökologisch vertretbar, noch infrastrukturell gut angebunden - auch wo die Arbeitskräfte für die avisierten 400 Arbeitsplätze in der dünn besiedelten Region herkommen sollen, ist unklar. Da Creglingen sehr nah an der Landesgrenze zu Bayern liegt und besonders die dortigen Ortschaften von den geschätzt 650 Fahrzeugbewegungen am Tag betroffen wären, sind auch dort die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner alarmiert.

Die überplanten Flächen in Creglingen grenzen an wichtige Schutzgebiete und sind sicherlich für bedrohte Offenlandbrüter wie Feldlerche oder Grauammer wichtige Habitate. Auch die so seltene Wiesenweihe ist in dem Gebiet rund um Frauental präsent. Diese Ecke im Main-Tauber-Kreis gehört zu den wenigen Verbreitungsgebieten des Greifvogels in Baden-Württemberg.

Um Umwelt und Natur besser zu schützen, wird sich nun in den kommenden Wochen ein BUND-Ortsverband in Creglingen neu gründen. Wenn auch Sie Interesse haben, mitzumachen, dann melden Sie sich bitte bei uns.

Schon jetzt veröffenlichen wir hier entsprechend den Vorgaben der Landessatzung den Entwurf für die Satzung des Ortsverbands Creglingen. Sie ist hier einzusehen und wird im Rahmen der Gründungsveranstaltung Anfang Juli verabschiedet werden.

Filmtipp: Von Menschen, die auf Bäume steigen

Kreativer Klimaprotest auf dem Land und seine Wirkung

Am Sonntag, den 18. Juni läuft im Arthaus-Kino um 20 Uhr der Film "Von Menschen, die auf Bäume steigen", veranstaltet vom BUND. Der Film thematisiert die Proteste der "Waldbesetzer" gegen den Kiesabbau auf dem Gebiet des Altdorfer Waldes in Oberschwaben, dem große Teile dieses zweitgrößten Waldes des Ländles weichen sollen. Und es geht darum, was junge Menschen zu solchen Protestformen treibt. Denn angesichts der Dramatik der Klimakrise widmen sich gerade jüngere Menschen mit starker persönlicher Konsequenz dem Erhalt natürlicher Ressourcen und dem Schutz des Klimas in ihrer Heimat. Mit Blick auf die „Klimakleber-Debatten“ ist der polarisierende Film daher überall in Deutschland relevant.

Viele Seiten kommen zu Wort

Die Filmschaffenden Christian Fussenegger und Bernadette Hauke haben den Protest und den zivilen Ungehorsam über 18 Monate mit der Kamera begleitet. Der Film zeigt, wie kreativer Klimaprotest im ländlichen Raum aussehen kann, und welche Wirkung der zivile Ungehorsam dort auf Staatsanwälte und auch die öffentliche Meinung in dieser konservativ geprägten Region hat. Nicht nur die Aktivist*innen rund um das Ravensburger KlimaCamp, die Waldbesetzenden aus dem Altdorfer Wald und ihre Unterstützer*innen kommen zu Wort, sondern auch Anwohner*innen und Menschen, denen diese Art von Protest ganz fremd ist.

Anspruchsvolle Dreharbeiten

Für den Film haben sich der Berliner Regisseur und Kameramann Christian Fussenegger und die Dokumentarfilm-Regisseurin und Produzentin Bernadette Hauke zusammengetan. Hauke hat seit Jahren für Sender wie ARD, arte, KIKA u.a. Filme und Reportagen mit dem Schwerpunkt Natur gedreht. Der Dokumentarfilm verlangte beiden einiges ab: Nicht nur, dass sie die Aktivist*innen zu allen Jahreszeiten und Witterungsbedingungen kletternd in 20 m Höhe begleitet haben, sie waren auch bei spektakulären Protestaktionen live dabei.

Volksantrag "Ländle leben lassen" gestartet - jetzt unterschreiben!

Seit Jahren kämpfen wir gegen den grassierenden Flächenfraß, dem Lebensräume bedrohter Arten, fruchtbarer Ackerboden für unsere regionalen Lebensmittel und typische Landschaftsstrukturen unseres Ländles weichen müssen. und obwohl die Landesregierung sich zum Ziel gesetzt hat, den Flächenverbrauch bis 2030 auf 2,5 Hektar pro Tag zu senken (und bis 2035 auf Netto-Null) steigt die Rate wieder: von 4,3 in 2020 auf 5,2 in 2021 und zuletzt auf 6,2 2022. So darf das nicht weitergehen!

Deshalb haben sich 17 Organisationen, darunter die großen Umwelt- und Naturschutzverbände aber auch die Bauernverbände, zusammengeschlossen und den Volksantrag "Ländle leben lassen" auf den Weg gebracht. Ein Volksantrag ist als formaler Akt der Bürgerbeteiligung in der Landesverfassung verankert und verpflichtet den Landtag dazu, sich mit einem Anliegen zu beschäftigen, wenn 0,5 Prozent der Wahlberechtigten mit unterzeichnen - als rund 40.000.

Unsere Forderungen auf einen Blick:

  • Gesetzliche Verankerung von verbindlichen Obergrenzen für den Flächenverbrauch, die die Reduzierung auf zunächst 2,5 Hektar pro Tag und bis 2035 die Netto-Null garantieren
  • Einführung von höheren Mindestbaudichten in Regionalplänen
  • Besserer Schutz fruchtbarer Böden vor Überbauung
  • Schaffung sogenannter überörtlicher Gewerbeflächenpools als Grundlage der Zuweisung neuer Gewerbeflächen
  • Beschleunigung des Photovoltaik-Ausbaus auf bereits versiegelten Flächen und Gebäuden
  • Genehmigung aller Flächennutzungspläne nur noch durch die Regierungspräsidien
  • Unterstützung der Kommunen bei der Innenentwicklung durch bessere rechtliche Rahmenbedingungen und ein Netz von Agenturen für Innenentwicklung

Hier kann das Unterschriftenformular runtergeladen werden. Es muss DOPPELSEITIG ausgedruckt werden, mit Kuli ausgefüllt und unterschrieben werden. Kreuzchen nicht vergessen!


BUND-Kreisgruppe Hohenlohe gegründet!

Viel Zuspruch und Tatendrang bei Künzelsauer Gründungsversammlung

Der Vorstand der neuen BUND-Kreisgruppe mit Catherine Kern, MdL (vierte von links). Zum Vorstand gewählt wurden (v.li.): Klaus Schill-Mulack, Hanne Gloger, Alexandra Abredat, Michael Letzgus, Stefan Schumacher, Andrea Hütter. Es fehlt Margaretha Henrich.

Für Samstag, den 1. April hatte der BUND Regionalverband Heilbronn-Franken seine Hohenloher Mitglieder zur Gründungsversammlung ins Schlossgymnasium Künzelsau geladen. Der Tenor der gut besuchten Veranstaltung war „Toll! Wann geht’s los? Wie können wir mitmachen?“ Das ist für den engagierten siebenköpfigen Vorstand, der einstimmig gewählt wurde, natürlich Ermutigung
und Verpflichtung zugleich. Unterstützung für die neue Gruppe und ihre künftigen Projekte für Arten-, Natur- und Klimaschutz wurde bei der Gründungsveranstaltung in reichem Maße deutlich: zahlreiche Mitglieder aus dem Vorstand des BUND-Regionalverbands waren
anwesend und die Routiniers stellen ihre Erfahrung und Kenntnisse „den Neuen“ natürlich
gerne zur Verfügung. Die Landtagsabgeordnete Cathrine Kern – selbst BUND-Mitglied – ermunterte in ihrem kurzen Grußwort zu guter Vernetzung aller Öko-Gruppierungen und auch zu deutlichen
Fingerzeigen in Richtung Politik. Bernd Kunz, Artenkenner und Naturschützer aus Langenburg, zeigte in seinem informativen und kurzweiligen Vortrag auf, wie wir Menschen die Erde in knapp 200 Jahren so dramatisch verändert haben, dass die meisten Mit-Lebewesen mit diesem Tempo und dem Wandel der Lebensbedingungen nicht Schritt halten können. Das Resultat ist ein dramatisches Artensterben. Er ermunterte aber auch dazu sich strategisch klug für die Verbesserung von Habitaten einzusetzen: "Wir haben keine Zeit dafür, gut gedachte, aber schlecht gemachte Artenschutzmaßnahmen umzusetzen."
In Kürze wird sich der neu gewählte Vorstand erstmalig treffen um die Strategie und
kommende Projekte für den BUND Hohenlohe zu besprechen. Danach kann auch der Startschuss dazu fallen, dass sich interessierte BUND-Mitglieder tatkräftig bei den geplanten Projekten rund um die naturnahe Gartengestaltung, den Schutz der Streuobstwiesen und Bäume sowie bei Projekten rund ums Thema Energie einbringen können. Auch Interessierte außerhalb des BUND sind dann herzlich zum Mitmachen eingeladen!

ENDLICH! Abschaltfest vor dem AKW Neckarwestheim

Es kommt selten genug vor, dass wir Umweltbewegte etwas zu feiern haben. Doch nun steht ein solcher Moment kurz bevor: Am Samstag, den 15. April 2023 sollen die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Deshalb plant ein Bündnis, in dem der BUND mitarbeitet, für diesen Tag von 13 bis 16 Uhr vor dem AKW Neckarwestheim ein großes Fest.

Der BUND hat als Teil der Anti-AKW-Bewegung über Jahrzehnte für den Atomausstieg gestritten. Dass es nun endlich so weit kommt, dass die letzten Risiko-Reaktoren in Neckarwestheim, Landshut und Lingen abgeschaltet werden, ist auch unser gemeinsamer Verdienst.

Gemeinsam mit Ihnen und Euch wollen wir im Rahmen eines bunten Programms sowohl einen Blick zurück auf die Geschichte der Anti-AKW-Bewegung werfen, einen Ausblick auf die noch anstehenden Herausforderungen bei der Beendigung des Atomausstiegs geben und uns anschauen, welche anderen Herausforderungen die Energiewende bietet und mit welchen – auch aktivistischen – Methoden ihnen begegnet werden kann.

Im bunten Mix aus Redebeiträgen und Kultur werden unter anderem Wolfgang Ehmke (BI Lüchow-Dannenberg), Prof. Christian von Hirschhausen (DIW Berlin) und Franz Wagner (AtomErbe Neckarwestheim) zu Wort kommen.

Um die Anreise zu vereinfachen ist auf die Regionalzüge abgestimmter Bus-Shuttle vom/zum Bahnhof Kirchheim am Neckar geplant.

Weitere Infos und eine Bestellmöglichkeit für Mobi-Material finden Sie unter https://www.endlich-abschalten.de/aufruf/abschaltfest-am-akw-neckarwestheim

BUND-KREISGRUPPE HOHENLOHE IN DEN STARTLÖCHERN

Gründungsversammlung am 1. April 2023

BUND/Hannelore Gloger Auch zum zweiten Treffen erschienen viele Interessierte

Am 1. April soll in Künzelsau die BUND-Kreisgruppe Hohenlohe gegründet werden. Nachdem zu einer Vorbereitungssitzung im November 2022 schon 24 Teilnehmer gekommen waren, fühlt sich das Orga-Team um Hanne Gloger aus Künzelsau ermutigt, die Gründung einer Kreisgruppe für Hohenlohe in die Tat umzusetzen. Themen und Projekte, die den Hohenloherinnen und Hohenlohern auf den Nägeln brennen, gibt es jedenfalls gerade genug.

Ganz weit oben auf dieser Liste stehen Streuobstwiesen und naturnahe Gärten. So könnte man
sich vorstellen, bei der Neuanlage eines insekten- und vogelfreundlichen Gartens mitzuwirken und
den Verlauf der Aktivitäten sorgfältig zu dokumentieren. Diese Dokumentation wäre gegebenenfalls
für Nachahmer*innen eine hilfreiche Anregung. Die sehr schwierige Situation der Streuobstbäume
ist auch in Hohenlohe nicht zu übersehen. Die Gruppe möchte künftig bei Pflanz-, Schnitt- und Pflegeaktionen mitwirken – vielleicht auch kombiniert mit Aktionen für Kinder, um den
Naturschutzgedanken in die nächste Generation weiterzutragen.
Beim Schutz der Tierwelt werden momentan Projekte für Rebhühner und Amphibien in den Blick genommen, da es hierfür bereits konkrete Ansatzpunkte gibt. Eine enge Zusammenarbeit mit dem NABU, dem Landesnaturschutzverband (LNV), dem Landschaftserhaltungsverband und anderen für den Naturschutz tätigen Gruppen und Organisationen ist sehr gewünscht. So kann man die – leider immer noch spärlichen – Kräfte stärken und sich gegenseitig unterstützen.

Neben den Themen für Naturschutz und Artenvielfalt ist der Hohenloher Gruppe auch der Klimaschutz wichtig. Hier will man mit „niederschwelligen“ Angeboten die Bevölkerung weiter sensibilisieren und zu konkretem Handeln ermuntern. Eine Werbeaktion für Balkonkraftwerke gehört ebenso zu den Ideen wie auch der Erfahrungsaustausch über durchgeführte/
geplante Energiesparmaßnahmen anzuregen.

Mit der Veranstaltung erfolgt auch der Beschluss über die Satzung. Diese ist hier einzusehen.


Gleichgesinnte sind hochwillkommen! Einfach melden unter: hagloger@web.de.


Die Gründungsversammlung findet am
Sa., 1. April um 17 Uhr in der Aula des Schlossgymnasiums
Künzelsau (Schlossplatz 3) statt!
 

In Heilbronn startet der Klima- und Energiedialog am 10. März

Auftaktveranstaltung mit hochkarätiger Besetzung

Das Netzwerk "Klimaschutz Heilbronn" lädt herzlich zur Auftakt-Veranstaltung seiner Dialogreihe zur Treibhausneutralität 2035 ins Heinrich-Fries-Haus (Bahnhofstr. 13, 74072 Heilbronn) ein. Die Veranstaltungsreihe wird von acht Organisationen und Initiativen getragen. Der BUND-Ortsverband Heilbronn zählt zu den Initiatoren.

Für die Auftaktveranstaltung konnten drei namhafte Referenten zu aktuell wichtigen Fragestellungen gewonnen werden:

  • Stromversorgung Deutschland - wovon reden wir eigentlich?“, Dr. Eva Deuchert, PD am Steinbeis Institut Stuttgart und Heilbronn, Schwerpunkt Energie
  • Fossile Energie, Umstellung auf erneuerbare Energie, Klimaerhitzung und Auswirkung auf die Zivilisation, Hans-Josef Fell, Präsident von Energy Watch und Mitbegründer des EEG 2000
  • Grüner Wasserstoff soll Realität werden – Verheißung, Potenzial und Perspektive“,  Prof. Christopher Hebling, Bereichsleiter für Wasserstofftechnologien am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Zur besseren Planung und da die Platzzahl begrenzt ist, bittet das Netzwerk Klimaschutz um Rückmeldung per E-Mail bis zum 03.03.2023 an "energiedialog(at)agenda21-hn.de".

Über die Veranstaltungsreihe

Die Dialogreihe will Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Kommunalpolitik die Gelegenheit geben, sich zu Inhalt, Kontext und konsequenter Umsetzung von Klimaschutz und Energiewende zu informieren und auszutauschen. Dabei steht das Programm unter der Leitlinie "fachlich fundiert, lösungs- & zukunftsorientiert, vernetzend". Anlass für das Format sind einerseits kritische Fragen nach der Energiezukunft der Stadt, die u.a. der geplante Bau eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks aufwirft. Andererseits wollen wir thematisieren, wie es nach dem Beschluss der Treibhausgasneutralität durch den Gemeinderat nun unverzüglich an deren Umsetzung geht.

 

Dürre Zeiten oder Land unter?

Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten zum Schutz unserer Gewässer und für ein gutes Wassermanagement in Zeiten des Klimawandels

BUND

Auch in Baden-Württemberg wechseln sich immer häufiger langanhaltende Dürre- und Hitzeperioden mit lokal auftretenden, kurzen aber heftigen Starkniederschlägen ab. Folglich sind Berichte über ausgetrocknete Bäche und bereits im Frühjahr staubtrockene Felder sowie über gravierende Überschwemmungen leider längst keine Seltenheit mehr.

Die BUND-Regionalverbände Donau-Iller, Heilbronn-Franken, Neckar-Alb und Rhein-Neckar-Odenwald (RNO) laden in ihrer Onlineveranstaltung „Dürre Zeiten oder Land unter?“ dazu ein, sich über den Zustand der Gewässer, und des Landschafts-Wasserhaushalts und der Wasserwirtschaft sowie Möglichkeiten, die Situation zu verbessern, zu informieren und auszutauschen. In vier Impulsvorträgen wird den Themen Arten- und Biotopschutz, Grundwasser/Trinkwasser, Landwirtschaft und Kommune nachgegangen.

Die Themen und Referenten:

  • Kippt der Landschaftswasserhaushalt?, Dr. Hans-Jürgen Hahn (Universität Koblenz-Landau, ARD-Reihe Unser Wasser)
  • Gewässer im Klimawandel: betroffene Arten, Uwe Heidenreich (Limnologe und Gewässerexperte des BUND RNO)
  • Verbessertes Wassermanagement in landwirtschaftlichen Betrieben, Roland Schöttle (Geschäftsführer Naturpark Südschwarzwald, Projekte „Landschaft als Wasserspeicher“ sowie „KLIMOPASS
  • Urbane blau-grüne Infrastrukturen – von der Idee zur Umsetzung, Bernd Eisenberg (Projekt "Rosenstein Stuttgart")

Nach den die vier verschiedenen Impulsvorträgen (ca 15-20 min.) haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ein Thema in einer vertiefenden Arbeitsgruppe (Break-out-Session) mit dem jeweiligen Referenten zu vertiefen und zu diskutieren. 

Die Veranstaltung richtet sich an in der Kommunalpolitik oder im Naturschutz Aktive, an Landwirt*innen, Vertreter*innen von Kommunalverwaltungen und der Wasserwirtschaft, an die Medien sowie an alle interessierten Bürger*innen.

Termin:

Mittwoch, 1.03.2023, 19.00 - 21.30 Uhr.
Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Anmeldung bis zum 25.02.2022 unter

us02web.zoom.us/meeting/register/tZ0ldOmurTgsHdCZbDT-cKmgbijNY7tHTt2_

 

Kartoffeln statt Laubfrosch -Der Kampf ums Wasser hat begonnen

GAU in einem der ältesten Naturschutzgebiete im Land: dem Feuchtgebiet Lauffener Neckarschlinge!

Wo früher das Wasser stand, ist noch gut zu sehen

 Die Laichgewässer von Nordwürttembergs größtem Laubfroschvorkommen liegen vollständig trocken, ebenso die südlich davon angrenzenden, regelmäßigen Brutgebiete einiger Wasservogelarten.

(26.08.2022) Neben der Trockenheit sieht der BUND-Regionalverband Heilbronn-Franken die Ursache in der ungezügelten Wasserentnahme der Landwirtschaft. Bereits im Mai 2022 wurde ein großes, konventionell bewirtschaftetes Kartoffelfeld im Innern der Neckarschlinge zweimal pro Woche mit starken Regnern aus einem Brunnen über Kopf bewässert. Mit fortschreitender Trockenheit wurde auch ein weiterer Brunnen für das Kartoffelfeld nachts genutzt. Dies hat nun das ganze Gebiet trockengelegt.

Laut §4, Absatz 4 der Schutzgebietsverordnung ist es verboten, Wasserentnahmen durchzuführen, die den Wasserhaushalt eines Naturschutzgebietes verändern. Eigentlich ...

Die Erlaubnis Oberflächenwasser oder Grundwasser abzupumpen erteilt das Landratsamt, meistens für 10 Jahre! Die Naturschutzverbände werden hier unverständlicherweise nicht einbezogen.

Trockenheit und Klimawandel führen zu einem Konflikt zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Aufgrund der sinkenden Grundwasserstände und der zusätzlichen Entnahmen aus Grundwasserbrunnen oder direkt aus Oberflächengewässern fallen immer mehr Quellen, Bäche und Flüsse trocken. Moore und Feuchtgebiete verlieren den Grundwasserkontakt und sterben ab. Schozach, Lein und Zaber haben derzeit minimale Pegel. Trotzdem wird aus ihnen noch Wasser für die Landwirtschaft entnommen.

Der BUND fordert, dass bei der Erteilung von Wasserentnahmeerlaubnissen die Naturschutzverbände beteiligt werden. Ebenso muss die  Landwirtschaft in solch sensiblen Bereichen umgestellt werden auf trockenresistente Kulturen. Wir brauchen ein neues Wasserkonzept für eine tragbare Zukunft für Landwirtschaft und Natur.

Jetzt ist Schluss! Am Atomausstieg festhalten!

Gemeinsam und vehement sprechen sich die Anti-Atom-Bürgerinitiativen an den drei verbliebenen AKW-Standorten gegen jede Laufzeitverlängerung aus, ob in der Form des Streckbetriebs oder der Verlängerung über Monate oder Jahre. Alle drei Altreaktoren haben ein eklatantes Sicherheitsproblem, sie befinden sich in einem sicherheitstechnischen Blindflug und müssen umgehend abgeschaltet werden. Tschernobyl und Fukushima dürfen sich bei uns nicht wiederholen. Als Unterzeichner ist auch der  BUND Regionalverband Heilbronn-Franken dabei.

Hier geht es zur gemeinsamen Erklärung der Initiativen an den AKW-Standorten
Emsland/Landshut/Neckarwestheim vom 04.08.2022

Download der Pressemitteilung

Pilzfabrik in Schwaigern: BUND kritisiert Genehmigungspraxis und Greenwashing

Anlässlich einer gemeinsamen Begehung der Pilzland-Baustelle in Schwaigern mit BUND-Landesgeschäftsführer Martin Bachhofer und dem Bundestagsabgeordneten Harald Ebner (B90/Grüne) übt der BUND Baden-Württemberg erneut scharfe Kritik an der laschen Genehmigungspraxis für große Industrieanlagen außerhalb von Baugebieten.

(Schwaigern/Heilbronn, 12.07.2022). Die Pilzland Vertriebs GmbH baut in Schwaigern (Landkreis Heilbronn) eine Pilzzuchtanlage. Dadurch werden knapp fünf Hektar fruchtbare Ackerböden unwiederbringlich zerstört. Möglich ist das Bauprojekt nur deshalb, weil Pilzzuchtanlagen nach dem Baugesetzbuch als gartenbauliche Aktivitäten zählen, die auch außerhalb von geschlossenen Ortschaften gebaut werden dürfen. „Es ist haarsträubend, dass eine Industrieanlage dieser Größenordnung in die offene Landschaft gebaut werden darf, ohne dass sie für ihren Betrieb fruchtbaren Boden benötigt“, kritisiert Martin Bachhofer, BUND-Landesgeschäftsführer, das Projekt. „Wenn wir Natur, Umwelt und wertvolle Ackerböden schützen wollen, müssen derartige Vorhaben zukünftig verhindert werden – Industrieanlagen müssen in Industriegebieten bleiben.“

Agrarmultis zerstören bäuerliche Landwirtschaft

Neben dem Flächenfraß stößt den Umweltschützer*innen besonders übel auf, dass sich die Pilzland Vertriebs GmbH nach außen als nachhaltiges Unternehmen darstellt. Im Widerspruch dazu wird das Substrat für die Pilzzucht aus der niedersächsischen Massentierhaltung antransportiert. „Mit regionalen Kreisläufen und Nachhaltigkeit hat das wenig zu tun“, beschreibt Bernd Mayer, Vorstand der BUND-Ortsgruppe Schwaigern. „Wenn der Konzern mit der neuen Fabrik wöchentlich fünfzig bis hundert Tonnen Champignons auf den Markt wirft, gibt es zudem für Landwirt*innen vor Ort quasi keine Möglichkeit mehr, Pilze konkurrenzfähig zu vermarkten.“

Habitate von Feldlerche und Rebhuhn von Bauvorhaben betroffen

„Insgesamt sind Umwelt- und Naturschutzbelange während der Genehmigung zu wenig berücksichtigt worden“, bewertet Christoph Schramm, Landwirtschaftsreferent beim BUND Baden-Württemberg, die Situation. „Es fand keine Beteiligung der Naturschutzverbände statt, außerdem wurde das Projekt keiner umfänglichen Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen.“ Diese Aspekte sollten zukünftig verbindlich vorgeschrieben werden, um Schäden an der Natur abzuwenden. Neben der steigenden Verkehrsbelastung durch Zu- und Ablieferung sind auch tatsächliche sowie potenzielle Habitate gefährdeter Feldvögel wie Feldlerche und Rebhuhn unmittelbar von dem Bau der Pilzzuchtanlage in Schwaigern betroffen.

Hintergrund

Die Pilzland Vertriebs GmbH mit Sitz in Niedersachsen (Visbek, Landkreis Vechta) ist ein Tochterunternehmen der EW Group, einem internationalen Agrobusiness-Konzern mit dem Schwerpunkt Geflügelzucht.

 

Zauberhafter BUND-Garten auf der Eppinger Gartenschau

Der BUND-Ortsverband Eppingen zeigt wie wunderschön ein naturnaher Garten sein kann

Noch bis 2. Oktober sieht die Fachwerkstadt Eppingen "Grün". Die Kleine Gartenschau ganz in der Nähe der historischen Altstadt wartet mit vielen Attraktionen auf und setzt - alles in allem - deutlich mehr auf Insektenfreundlichkeit als Gartenschauen der vergangenen Jahrzehnte. Freunde und Freundinnen des wirklich naturnahen Gärtnerns sollten aber unbedingt den Garten des BUND-Eppingen auf der Gartenschau besuchen. Der zeigt in einem alten Hausgarten so ziemlich alles, was einen Garten zum Paradies für Mensch und Tier machen kann. Im viele Meter hohen "Lebensturm", dem Zentrum des Gartens, sind Nisthilfen für Wildbienen, Vögel und Quartiere für Fledermäuse zu sehen. Dass es im BUND-Garten überall summt und brummt, liegt an den zahllosen Wildstauden, die Wildbienen und Insekten magisch anlocken. Am kleinen Teich zieht im Zick-Zack eine Libelle ihre Bahnen. In jedem Winkel finden Naturfreundinnen und -freunde Anregungen zum Nachmachen. Auf der selbstgebauten Terrasse finden an den Wochenenden interessante Vorträge statt - unter der Woche kann man hier nach Lust und Laune im Angebot des Bücherschranks schmökern und seinen Wissensdurst rund um Natur und Umweltschutz gleich vor Ort stillen. Und natürlich steht fast immer jemand aus dem Ortsgruppen-Team um Brigitte Hilker bei Fragen Rede und Antwort. Kurzum: Alleine wegen des BUND-Gartens ist die Eppinger Gartenschau eine Reise wert!

Veranstaltungsprogramm

Der BUND auf der Wild Spaces

Flächenfraß und Urban Gardening waren die BUND-Themen beim Heilbronner Nachhaltigkeitsfestival

Was Flächenfraß konkret im Stadt- und Landkreis Heilbronn bedeutet, visualisierten wir mit unserem "Schilderwald" geplanter und realisierter Wohn- und Gewerbegebiete

Vom 2. bis 5. Juni fand auf der Heilbronner Theresienwiese die "Wild Spaces" statt, angetreten als großes Nachhaltigkeitsfestival. Auch der BUND war mit einem eigenen Stand in der temporären Zeltstadt vertreten, bei dem der Regionalverband, die Heilbronner Ortsgruppe und die BUNDjugend kooperierten. Unser Thema war der zerstörerische Flächenfraß in Stadt- und Landkreis und die Bedeutung von Boden und Grün für den Menschen in Zeiten der Klimakrise. Was jeder selbst dafür tun kann, dass statt neben dem Betongrau auch mehr Grün in den Städten Einzug hält, dass zeigten wir ebenso. Und dazu gleichzeitig auch, dass das Urban Gardening bestens mit Upcycling verbunden werden kann. Wer aktiv werden wollte, konnte bei uns am Stand auch eigenes Samenpapier herstellen. Das hatten auch unsere Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer getan, die obendrein aber auch noch aus Erde, Lehm, Betonit (Katzenstreu) und BUND-Blumen Samenkugeln herstellten - kleine kompakte Startersets für mehr Grün, die gezielt platziert, die Stadt und öde Ecken aufblühen lassen... einfach fallenlassen..

Die Wild Spaces waren Teil der ecsite 2022, der Fachkonferenz internationeler Wissenschaftsmuseen, zu denen auch die experimenta in Heilbronn zählt.

Weitere Bilder zur Aktion

BUND Regionalverband Heilbronn-Franken mit neuem Vorstand

Dr. Karin Haug, Brigitte Hilker, Gottfried May-Stürmer und Jürgen Hellgardt als Kassier bilden den neuen Vorstand des BUND-Regionalverbands Heilbronn-Franken

Stefan Flaig, stv. Landesvorsitzender des BUND Baden-Württemberg, wies bei seinem Vortrag auf der Regionalversammlung zum Thema "Demografie und Neubaugebiete" nach, dass der Wohnungsbau auf der grünen Wiese komplett am Bedarf der Zukunkt vorbeigeht

Dr. Karin Haug, Brigitte Hilker, Gottfried May-Stürmer und Jürgen Hellgardt als Kassier bilden den neuen Vorstand des BUND-Regionalverbands Heilbronn-Franken. Auf der Regionalversammlung am 4. April im Heilbronner Heinrich-Fries-Haus wurden zudem auch die Beisitzenden und Landesdelegierten neu gewählt.

(05.04.2022) Seit 4. April hat der BUND Regionalverband einen neuen Vorstand - und der ist nun zur Hälfte weiblich. Statt zuvor drei Mitglieder, sind es nun vier, die dafür sorgen werden, dass der Verband angesichts der zahlreichen ökologischen Herausforderungen der Region schlagkräftig bleibt. Ein neues Gesicht ist dabei Dr. Karin Haug, promovierte Chemikerin und langjährige SWR-Fernseh-Journalistin, die in den letzten Monaten bereits im Rahmen der Wiederbelebung der Ortsgruppe Schwaigern (Landkreis Heilbronn) öffentlichkeitswirksam auf Umweltprobleme im Leintal aufmerksam gemacht hat. Zweite Vorstandsfrau ist Brigitte Hilker, langjährige Vorständin der Ortsgruppe Eppingen, die an der Elsenz unter Beweis gestellt hat, wie gute BUND-Gruppenarbeit funktioniert. Die ehemalige Lehrerin und grüne Gemeinderätin bringt zudem langjährige kommunalpolitische Erfahrung mit. Für große Expertise in allen Fachthemen stehen Gottfried May-Stürmer, der zuvor 37 Jahre Regionalgeschäftsführer des BUND Heilbronn-Franken war, und Jürgen Hellgardt. Hellgardt, der bereits das Amts des Kassiers bekleidet hat, steht seit vielen Jahren der BUND-Gruppe Lauffen a. N. vor und war seit 2019 auch bereits Regionalvorstand.

Auch die Positionen der Beisitzenden bzw. des Beirats wurden mit BUND-Mitgliedern besetzt, die jeweils Ansprechpartner für bestimmte Themenfelder sind: Bernd Mayer (Ortsgruppe Schwaigern) ist als ehemaliger grüner Kreisrat und Stadtrat von Schwaigern mit den politischen Entscheidungsebenen gutvertraut. Daniel Knoll aus Heilbronn ist ausgewiesener und streitbarer Experte für Erneuerbare Energien. Der Vermessungsingenieur Matthias Böhringer verfolgt das Thema Flächenverbrauch, Naturpädagoge Peter Kochert ist für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig und Stephanie Kümpers aus Wertheim repräsentiert die Themen der östlichen Landkreise. Die Biologin und Pflanzenökologin ist Vorständin der Ortsgruppe Wertheim.

Ab 2023 werden auch neue Köpfe für unseren Regionalverband zum landesweiten "BUND-Parlament", der Landesdelegiertenversammlung, entsandt. Dabei ist es wichtig, dass diese mit den aktuellen Themen der Regionalverbandsarbeit vertraut sind. Entsprechend der Größe unserer Region ist Heilbronn-Franken mit fünf Vertreter*innen bei diesem jährlich einberufenen Gremium vertreten. Entsandt werden: Bernd Mayer, Jürgen Krüger (Ortsgruppe Heilbronn), Barbara Hellgardt (Ortsgruppe Lauffen), Matthias Böhringer und Franz Saur (stv. Vorstand Ortsgruppe Wertheim). Als Nachrücker haben sich Dieter Rockenmaier (Nordheim) Gottfried May-Stürmer, Stephanie Kümpers, Birgit Brenner und Martin Schneider (jeweils Ortsgruppe Heilbronn) aufstellen lassen.

Last but not least übernehmen Fred Uhland (Ortsgruppe Schwaigern) und Hermann Schwarz (Ortsgruppe Frankenhardt, Landkreis Schwäbisch Hall) die Kassenprüfung.

 

Energiewende jetzt! Schluss mit fossilen Abhängigkeiten

Breites Bündnis Energie- und Klimaaktiver fordert auch das Ende der Heilbronner Gaskraftwerkspläne

(Heilbronn, 23.03.2022) Der Ukraine-Krieg zeigt auf, wie wichtig der sofortige und konsequente Abschied von fossilen Energien auch für die Wirtschaft, Gesellschaft und Politik ist. Dass ein Aus für die Klimakiller Kohle, Erdöl und Erdgas keinen Umweg duldet, weisen Studien und Berichte der internationale Klimaforschung schon seit langem nach. Ein breites Bündnis Heilbronner Energie- und Klimaaktiver wie z. B. das Aktionsbündnis Energiewende, der BUND, Heilbronn for Future und die Lokale Agenda 21 fordert deshalb auch auf lokaler und regionaler Ebene, alle Kraft sofort in den Ausbau regenerativer Energie zu setzen. Dazu gehört für die Klimaschützer*innen der Stopp der Heilbronner Pläne, auf das Kohlekraftwerk ein Erdgaskraftwerk folgen zu lassen. Beim globalen Klimastreik am Freitag bringen sie ihre Forderungen in Heilbronn auf die Straße.

Hier der Text der gemeinsamen Presseerklärung

Aktuelle Termine: Friedensdemo und Klimastreik

Nach der großen Friedensdemo in Stuttgart beteiligt sich der BUND Heilbronn-Franken auch an der Friedenskundgebung in Künzelsau. Neben dem fürchterlichen Krieg in der Urkaine bleibt die Klimakrise ein globales Problem. Deshalb gehen am 25. März bundesweit wieder Menschen für die Energiewende, Umweltschutz und gobale Gerechtigkeit auf die Straße. In unserer Region sind größere Aktionen in Heilbronn und Schwäbisch Hall geplant.

Flächenverbrauch in der Region darf so nicht weitergehen

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND Regionalverband Heilbronn-Franken und NABU Heilbronn

Wenn immer weiter Boden versiegelt und überplant wird, dann wird dies die Klimakrise und das Artensterben weiter befeuern. Es wird höchste Zeit, bei der Bauleitplanung umzusteuern.

Klimakrise und Artensterben, diese zwei Umweltprobleme und ihre Folgen sind längst ins Alltagsbewusstsein gedrungen. Doch mit ihnen verwoben ist noch ein weiterer zentraler Problemkreis: der Flächenverbrauch. Für BUND und NABU in der Region Heilbronn gehören alle weiteren Planungen dringend auf den Prüfstand, um die Region angesichts der Erderhitzung klimafest zu machen.

(Heilbronn, 31.01.2022) Das Problem-Trio Klimakrise-Artensterben-Flächenverbrauch befeuert sich selbst: Mit der boomenden Überplanung der Böden schwinden nicht nur Lebensräume unzähliger Arten. Ebenso gehen zentrale Flächen für die Landwirtschaft, die Kaltluftproduktion, die Wasserbindung und die CO2-Speicherung verloren, die für die Sicherung einer lebenswerten Zukunft dringend benötigt werden. Und zwar hektarweise. „Selbst wenn gemäß neuem Koalitionsvertrag „nur“ 2,5 Hektar pro Tag für Wohngebiete, Gewerbegebiete oder Straßen überplant werden, sind dies über 9 Quadratkilometer jährlich – das wäre so als ob jedes Jahr die Gesamtfläche von Abstatt verschwinden würde“, so Andrea Hohlweck, Regionalgeschäftsführerin des BUND Heilbronn-Franken. Derzeit läge der Flächenfraß aber noch deutlich höher. „Alleine im Landkreis Heilbronn wurden in den letzten zwei Jahren Hunderte Hektar Boden, verplant, abgeschoben, überbaut und versiegelt“, bestätigt auch Britta Böhringer-Retter vom NABU Heilbronn. Zum Tag des Bodens Anfang Dezember hatten beide Umweltschutzorganisationen exemplarische Beispiele aktueller Planungsverfahren im Stadt- und Landkreis gesammelt und kamen dabei bereits auf rund 250 Hektar – die realen Zahlen im Kreis liegen deutlich höher.

Gefragt: Neue Wohnkonzepte für alternde Bevölkerung

Ein Grund für den boomenden Flächenverbrauch sei §13b des Baugesetzbuches, der die schnelle Ausweisung von Neubaugebieten von bis zu 10.000 qm im direkten Siedlungsanschluss ohne Umweltbericht und Ausgleichsmaßnahmen ermöglicht. „So schossen zahllose Einfamilienhaus-Siedlungen wie Pilze aus dem Boden. Die Natur hatte das Nachsehen. Das ist nicht nur mit Blick auf die Klimakrise eine zu kurzsichtige Planung. Es geht auch an der demografischen Entwicklung und sozialen Realität vorbei“, so Hohlweck. Während 1970 nahezu jeder dritte Einwohner jünger als 20 Jahre war, ist es heute nicht einmal jeder Fünfte. Demgegenüber ist der Anteil der über 65-Jährigen in Baden-Württemberg im gleichen Zeitraum von 12 auf 20 Prozent gestiegen. Laut Statistischem Landesamt wird sich die Zahl der Ü65-Jährigen bis 2030 nochmals um fast ein Viertel erhöhen. „Wir brauchen also nicht immer mehr Einfamilienhäuser für die gehobene Mittelschicht im Außenbereich, die wiederum teure Infrastruktur und noch mehr Individualverkehr nach sich ziehen. Wir brauchen barrierefreie, kleinere Wohnformen für ältere Menschen in attraktiven Siedlungszentren, dazu die klimafeste, geförderte Sanierung von Bestandsimmobilien für Familien, attraktivere Siedlungskerne und auch günstigeren Wohnraum für Geringverdiener.“ Generell steht für die Natur- und Umweltschutzverbände fest: Noch mehr Flächenverbrauch und -versiegelung könne man sich auch in der Region nicht leisten, sonst riskiere man die Lebensqualität in naher und ferner Zukunft.

„Stadt- und Landkreis Heilbronn zählen zu den Landkreisen in Baden-Württemberg, die in einer Studie des Umweltministeriums zur Klimaanpassung schon in der Periode 2021-2050 wegen Hitzebelastungen und Wärmeinseleffekten in Verdichtungsräumen als hoch vulnerabel eingestuft werden. Das bedeutet auch eine deutlich erhöhte Gesundheitsgefahr für ältere Menschen, Kranke und kleinere Kinder“, erläutert die BUNDGeschäftsführerin. Die Stadt- und Raumplanung müsse endlich alle Instrumente zu Klimaanpassung und -schutz auf Landes-, Regional- und Kommunalebene ausschöpfen. Dazu gehöre auch die Minimierung der Inanspruchnahme von Flächen.

Kritik an KI-Zentrum

So wie den Lidl Campus in Bad Friedrichshall zuvor, sehen die Umweltverbände deshalb auch das auf ca. 23 Hektar geplante KI Zentrum in Heilbronn-Neckargartach sehr kritisch. „Die Kaltluftproduktionsrate einer Stadt liegt bei Null, die von Freiland bei 10-20 Kubikmeter pro Quadratmeter in einer Stunde! Wenn eine so große Freifläche wegfällt, bringt dies klimatische Verschlechterungen mit sich“, mahnt die BUND-Vertreterin. „Fallen noch mehr Kaltluft produzierende Flächen weg und werden noch mehr Kaltluftschneisen an den Siedlungsrändern zugebaut, werden die Städte der Region zu Backöfen.“ Auch für den Wasserhaushalt seien offene Böden ein wesentlicher Faktor: Sie nehmen Regenwasser rasch auf, speichern große Wassermengen und sind zentral für die Grundwasserneubildung. „Ganz zu schweigen von der Landwirtschaft. Für das KI Zentrum würden Ackerflächen hoher Güte wegfallen. Das ist für die lokalen Landwirte kaum zu ersetzen“, so Böhringer-Retter. Werde das 100-Millionen-Projekt so realisiert, dann sei dies auch das Ende der dortigen lokalen Population der vom Aussterben bedrohten Rebhühner. Schon im dritten Jahr konnten auf der Fläche drei Reviere der Bodenbrüter bei Begehungen nachgewiesen werden. Die Heilbronner NABU-Vorsitzende weiter: „Da das Land andernorts Projekte zum Rebhuhn-Schutz finanziert, erwarten wir, dass auch hier der Artenschutz ernst genommen wird.“ Angesichts des Trends zum dezentralen Arbeiten hält es ihre Mitstreiterin auch für fraglich, ob so groß dimensionierte Büroprojekte tatsächlich noch zeitgemäß seien. „Eine Suche auf Online-Immobilienportale zeigt, dass derzeit in Neckargartach zahlreiche Büro- und Gewerbegebäude offeriert werden. Warum also nicht kleiner denken und Bestandsimmobilien in die Planung einbeziehen?“

Wenn das KI-Zentrum denn kommen soll, dann erwarten die Verbände, dass es so umweltverträglich, klimafest und nachhaltig wie irgend möglich gestaltet wird - von oben bis unten. Dach- und Fassadenbegrünung, Photovoltaik-Anlagen, maximale Energieeffizienz, Vogelschutzglas, naturnahe WasserRetention und eine insekten- und tierfreundliche Grünflächengestaltung und -lichtkonzeption seien dabei ebenso gesetzt wie ein zukunftsgerechtes Mobilitäts- und Radverkehrs-Konzept. Flächenfraß für Individualverkehr sei nicht mehr akzeptabel.

Hier gibt es die Pressemitteilung zum Download.

 

Kein weiterer Flächenfraß für Beton und Asphalt

Gemeinsame Aktion von BUND und NABU in Heilbronn kritisierte am Tag des Bodens den Flächenfraß

BUND und NABU informierten am Sonntag über den Flächenverbrauch in der Region Heilbronn und mahnten an, dass mit jedem Hektar Boden, der vernichtet wird, Lebensqualität und Wohlstand gefährdet werden. Allein die beispielhaft aufgeführten Bauprojekte summieren sich auf 250 Hektar.

BodenLos? Boden tot – Mensch in Not“, so mahnten BUND Regionalverband Heilbronn-Franken, BUND OV Heilbronn und NABU Heilbronn an ihrem gemeinsamen Infostand am Sonntag in der Heilbronner City. Anlass für die Aktion war der bundesweite Tag des Bodens. Dass der Flächenverbrauch auch vor der eigenen Haustüre stattfindet, das zeigten die Umweltschützer beispielhaft mit über knapp 50 Steckschildern, die jedes für ein aktuell bereits realisiertes oder geplantes Bauvorhaben im Großraum Heilbronn stehen.

(Heilbronn. 6.12.2021) „Addieren wir nur unsere Beispiele hier, dann beläuft sich allein dieser Flächenfraß schon auf 250 Hektar“, so Matthias Böhringer vom BUND Heilbronn-Franken. „Das sind 2,5 Millionen Quadratmeter Fläche, die uns für die Landwirtschaft, für den Arten,- Klima- und Hochwasserschutz fehlen“. Seine Kollegin Britta Böhringer-Retter vom NABU Heilbronn ergänzt: „Wir müssen uns klar machen, dass gerade im Kampf gegen die Klimakrise unsere Böden zentrale Bedeutung haben. Als Kaltluftproduzenten senken sie die Umgebungstemperatur, sie binden massiv CO2 und wirken bei Stark- und Hochwasserereignissen wie ein Schwamm“. Daneben wiege besonders schwer, dass gerade in der Klimakrise die Böden unserer gemäßigten Breiten zentrale Bedeutung für die Nahrungssicherung hätten. „Wenn sinkende Grundwasservorkommen oder die Ausbreitung von Wüsten die Landwirtschaft im Mittelmeergebiet und Übersee zunehmend unmöglich machen, werden wir realisieren, wie wichtig unsere regionalen Böden für unsere Ernährung sind“, so Böhringer-Retter. Beide Umweltschutzverbände beklagen, dass sowohl auf Bundes- wie auf Landesebene der Flächenverbrauch nicht engagiert begrenzt werde. Dringend nötig sei es, den Flächenverbrauch bis 2030 auf Netto-Null zu senken. Das bedeutet, dass nur neue Fläche in Anspruch genommen werden dürfe, wenn regional ebenso eine gleichgroße Entsiegelung stattfände.

Rechtssicherheit für Bodenschutz gefordert

„Wir brauchen ein Umdenken und Umsteuern bei Raumplanung und Kommunen“, so Matthias Böhringer vom BUND. „Wir brauchen den Vorrang der Innen- vor der Außenentwicklung, die Sanierung und den Umbau von Bestand vor der Neuerschließung und besonders flächensparendes Bauen.“ Immer noch würden die Paragrafen, die die Bodennutzung betreffen, zu lasch ausgelegt. „Boden ist eine nicht erneuerbare Lebensgrundlage. Der Bodenschutz muss endlich rechtlich fest gesichert werden! Es muss Schluss sein mit den Partikularinteressen und dem Wettbewerb der Kommunen um Gewerbesteuer. “ Mit Blick auf Verkehrskollaps, Wohnraumnot und eben dem Bodenverlust sein eine Regionalpolitik angezeigt, die an Verliererregionen der Bundesrepublik abgeben kann. Als absolutes „No-Go“ sehen die Umweltschützer den 2017 im Baugesetzbuch eingeführten Paragrafen 13b an, der möglich macht, dass neue Wohngebiete auf der „grünen Wiese“ ohne Umweltprüfung und Ausgleichsmaßnahmen entstehen können. Statt Wohnraum für einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen zu schaffen, seien besonders von kleineren Kommunen Baugebiete für neue Einfamilien-Haus-Siedlungen entwickelt worden. Die Folge: der „Donut-Effekt“, d. h. das Ortsinnere verliert an Attraktivität, Zersiedelung beginnt. Neue Infrastruktur (Straßen, Nahversorgung) entsteht und heizt den Flächenkonsum weiter an. „Wir wissen es doch: Der Rückgang von Natur und Artenvielfalt ist dramatisch. Mehr Flächenfraß bedeutet noch mehr Zerschneidung der Landschaft. Wildtiere und -Pflanzen können keine neuen Lebensräume besiedeln“, beschreibt Jürgen Krüger vom BUND Heilbronn weitere ökologische Folgen. Mehr und mehr würde die Region ihre typische Kulturlandschaft und Naherholungsbereiche verlieren. „Geht die Entwicklung so weiter, dann ist das Streuobstwiesen-Mekka Baden-Württemberg ganz bald Geschichte!“, so die NABU-Vertreterin.

Viele Ansprüche an Fläche

BUND und NABU mahnen: Uns müsse klar sein, dass da wo wir Fläche für Logistikzentren, Gewerbegebiete, Straßenbauprojekte und Einfamilienhaussiedlungen opfern, Fläche für wichtige andere Projekte des Landes fehlt. Um das Artensterben zu reduzieren will Baden-Württemberg z. B. den Anteil an extensiver ökologisch bewirtschafteter Landwirtschaftsfläche bis 2030 auf bis zu 40 % steigern, Refugialflächen schaffen und den Biotopverbund ausbauen. Auch die Energiewende brauche Platz z. B. für Freiflächen-Photovoltaik. Die Ressource Fläche ist aber begrenzt. „Deshalb: Stopp dem ungehemmten Flächenfraß durch Beton und Asphalt!“, so Matthias Böhringer vom BUND Regionalverband Heilbronn-Franken.

Hier geht es zu unserem Flächenfraß-Flyer.

Weitere Bilder zur Aktion

BUND-Mitgliederwerbung läuft

Diesmal sind wir im südlichen Landkreis Heilbronn unterwegs

Unser Werbeteam: Junge Leute vom BUND, die voll motiviert für den Umwelt- und Naturschutz sind

Die Erde braucht Freunde! Gerade jetzt benötigen wir für unsere Arbeit für Natur und Umwelt Unterstützung und Unterstützer. Deshalb sind derzeit junge Menschen für den BUND im nördlichen Bereich des Landkreises Heilbronn unterwegs, um direkt an den Haustüren über die Arbeit des BUND zu informieren und neue Mitglieder oder Förderer zu werben. Denn wir finanzieren uns hauptsächlich über private Mitglieds- und Spendenbeiträge, um unsere Unabhängigkeit von Politik und Wirtschaft zu wahren.

(Heilbronn, 02.11.2021) Nicht jeder hat Kontakt zu einer BUND-Gruppe vor Ort und kann sich so über unsere Arbeit informieren. Damit Sie mehr über uns erfahren, kommt der BUND zu Ihnen an die Haustüre - natürlich stets ganz corona-konform mit Mund-Nasen-Schutz. So ist ein direktes Gespräch möglich. Unsere Mitarbeiter:innen vor Ort sind an eindeutiger Arbeitskleidung mit dem BUND-Logo zu erkennen und können sich jederzeit ausweisen. Unsere Teams haben nichts mit den in Verruf geratenen "Drückerkolonnen" zu tun, sondern stehen ausnahmslos für einen seriösen und höflichen Auftritt.

Wir würden uns sehr freuen, auch Sie bald in unserem "Freundeskreis für die Natur" begrüßen zu dürfen. Besonders willkommen sind uns aktive Mitglieder, die sich vor Ort in unseren Gruppen engagieren möchten. Melden Sie sich bei uns!


 

Werben für den Umweltschutz!

Der BUND sucht dringend Werberinnen und Werber!

Ohne die finanzielle Unterstützung seiner Mitglieder und Spender:innen könnte sich der BUND nicht so professionell und aktiv für den Natur- und Umweltschutz einsetzen. Deshalb brauchen wir dringend Menschen, die an der Haustüre und an Infoständen über unsere Arbeit informieren und neue Mitglieder im persönlichen Gespräch gewinnen. Wichtig für den Job sind positive Ausstrahlung und positives Denken, verbunden mit einer kommunikativen und offenen Art, um so viele weitere Menschen für unsere Anliegen und unseren Verband zu begeistern. Für Neumitglieder ist der Mitgliedsbeitrag dabei frei wählbar und die Mitgliedschaft jederzeit kündbar. Für diese intensive Arbeit bilden Werberinnen und Werber Teams von drei bis fünf Personen.

Wir suchen:

...weitere BUND-Mitglieder, Ökos und Umweltaktivist*innen, bereits ehrenamtlich im Verband Tätige, Familienverantwortung Tragende, Freiheitsliebende, Projektmenschen, Selbständige oder solche, die es werden wollen, Künstler*innen, Vielreisende, Lebenszeitbewusste, Vollblutwerber*innen sowie neue sympathische Gesichter für den Verband mit:

Interesse? Wir arbeiten mit zwei Partnern zusammen: der BUNDconnect GmbH und der Wesser GmbH. Klickt rein!


 

 

Klimastreik am 24.09.2021 in Heilbronn: der BUND war präsent

Beim Klimastreik am Bollwerksturmplatz war der BUND mit einem Stand dabei. Viele informierten sich oder nahmen BUND-Fahnen und Handschilder mit auf die anschließende Demo für mehr Klimaschutz und Kohleaussstieg.

Abschied nach 36 Jahren: Gottfried May-Stürmer

Eine Ära ging zu Ende. Am 13. September verabschiedete der BUND Regionalverband Heilbronn-Franken seinen Geschäftsführer Gottfried May-Stürmer in den Ruhestand. Mehr als 36 Jahre war der "Mister BUND" in der Region für den Natur- und Umweltschutz aktiv und hat zahllose Projekte und Initiativen angestoßen. Da May-Stürmer aber weiterhin ehrenamtlich für den BUND aktiv sein wird, war die Feierstunde vor der eigentlichen Mitgliederversammlung im Heinrich-Fries-Haus inbesondere ein Abschied von langjährigen Weggefährten und Gefährtinnen, mit denen er in vielen Netzwerken und Kooperationen zusammengearbeitet hat.

Klimastreik am 24. 9: Kommt zum Klimastreik vor der Klimawahl

Mitmachen und weitersagen! Zeigen Sie mit dem BUND Flagge für die Zukunft unserer Erde!

Dieser globale Klimastreik am Freitag, den 24. September, ist besonders für Deutschland extrem wichtig: Er soll zwei Tage vor der Bundestagswahl ein Weckruf sein für all jene, die das Thema Klimakatastrophe noch nicht in den Fokus ihrer Wahlüberlegung gerückt haben. Denn allen muss klar sein: Ohne radikalen Klimaschutz jetzt wird es für alle nachfolgenden Generationen ein radikales Minus an Freiheit und Lebensqualität geben. Die Schritte, die wir auf dem Pfad zur schnellen Klimaneutralität nicht gehen, werden schon unsere Kinder und Enkelkinder büßen. Halten wir das 1,5-Grad-Ziel nicht ein (und das werden wir nicht, wenn CDU, FDP, SPD ihre politischen Klimaziele nicht ändern), werden die Auswirklungen dramatisch sein.

Wohl und Weh der Gesellschaft und Wirtschaft der Zukunft hängen von den aktuellen politischen Entscheidungen ab - in Deutschland sind deshalb die nächsten zwei Legislaturperioden maßgeblich.

Tragen Sie diese Bedeutung auf die Straße, kämpfen Sie mit für das Recht folgender Generationen auf Lebensqualität, Freiheit und gesunde Umwelt. Schließen Sie sich dem Klimastreik am 24. September an! Der BUND zeigt Flagge für eine enkeltaugliche Zukunft und den Schutz der Erde!

Heilbronn:
Wo treffen wir uns?

An der Mauer vor dem Schwimmbad Soleo, oberhalb des Bollwerksturmplatzes. Dort geben wir auch Banner und andere Materialien aus.

Wann? 11:45 Uhr

Und dann?
Offiziell startet die Veranstaltung um 12 Uhr am Bollwerksturm, gegen 12:30 Uhr setzt sich der Marsch durch die City in Gang.

Und Corona?
Medizinische Masken nicht vergessen, Abstandsregeln einhalten, Hand-Desinfektionsmittel dabei haben!

 

 

 

 

Nachhaltigkeits- & Energiewendetag in Heilbronn mit vielen Mitmach-Möglichkeiten

Auch der BUND-Ortsverband Heilbronn ist wieder mit einem Stand vertreten

(Heilbronn, 06.09.2021) Unter dem Motto „Klimaschutz, Energiewende, Nachhaltigkeit – Jede Tat zählt“ wird auch dieses Jahr wieder der Nachhaltigkeits- und Energiewendetag BaWü in Heilbronn veranstaltet - am Freitag den 17. September von 13 bis 18 Uhr auf dem Kiliansplatz. Getragen und organisiert wird er von insgesamt zehn Organisationen (alphabetisch): BUND Ortsgruppe Heilbronn, Bildungspark Heilbronn-Franken gGmbH, experimenta (Forum und Maker Space), Jugendgemeinderat Heilbronn, Soziales Zentrum Käthe, Lokale Agenda 21 Heilbronn, Parents-for-Future Ortsgruppe Heilbronn, Secondhand Kaufhaus der Aufbaugilde Heilbronn, Solawi Mosbach, The Honu Movement. 

Ziel ist es, alle Seiten von Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit praktisch erlebbar zu machen. Die Organisator*innen setzen dabei auf Vielfalt und Mitmach-Elemente. "Wir wollen informieren, nachdenklich machen, zum eigenen Handeln motivieren und dazu Angebote geben", heißt es in der Pressemeldung. Nach Eröffnung mit Oberbürgermeister Mergel und verschiedenen Gemeinderät*innen sind 24 Nachhaltigkeitsakteure aus Heilbronn und dem Umland mit vielfältigen Themen dabei: von Wissens- und Spielangeboten über gerettete Lebensmittel, Second Hand und Repair-Angeboten, Stadtbegrünung, nachhaltige Verpackung, Textilien und Mobilität, Plastikmüllvermeidung, solidarische Landwirtschaft bis hin zur persönlichen Energiewende, zum Glühbirnen-LED-Tausch und zu meinem CO2-Fußabdruck. Dieser „Markt“ der Nachhaltigkeitsgruppen wird begleitet von einem gemeinsamen Wissens– und Gewinnspiel aller Ausstellenden und einem bunten Programm auf dem „Forum“ - dem zentralen Kommunikationsort des Tages mit Ausstellerinformationen, Musik (Rap mit T.I.Morris) und mit einem passenden Theater-Stück zur Klimaflucht (Theater FF).

2 x 2 Kinokarten zu gewinnen!

Der BUND Baden-Württemberg und der Camino Filmverleih präsentieren am 18. September 2021 im Kinostar Arthaus Heilbronn den neuen Kinofilm "Atomkraft Forever". Nach der Vorführung können die Zuschauenden Fragen an den Regisseur Carsten Rau und den Atomexperten des BUND, Fritz Mielert, stellen. Für diese Veranstaltung verlosen wir 2 x 2 Eintrittskarten!

Darum geht es in der Dokumentation: 2022 steigt Deutschland endgültig aus der Atomkraft aus: Das letzte Atomkraftwerk wird abgeschaltet, weil die Erfahrung von Fukushima gezeigt hat, dass das Risiko zu hoch ist und die Technik nicht beherrschbar. Doch dass damit das nukleare Problem gelöst wäre, erweist sich bei genauerer Betrachtung als Illusion: Zigtausende Tonnen radioaktiver Müll, dessen Lagerung völlig unklar ist. Gefährlicher Rückbau der Kraftwerke, der Jahrzehnte dauern und viele Milliarden Euro verschlingen wird. Und europäische Nachbarn, die an der vermeintlich sauberen Kernenergie festhalten: Von 27 EU-Staaten betreiben 13 Atomkraftwerke – und der Ausbau geht weiter.

Die Debatte um die Atomenergie ist mit dem deutschen Ausstieg nicht erledigt: Wie steht es um die Suche nach einem deutschen Endlager? Warum halten unsere europäischen Nachbarn an der Kernenergie fest? Und kann die Nuklearindustrie ernsthaft einen Beitrag leisten im Kampf gegen den Klimawandel? Wir freuen uns, mit Ihnen darüber ins Gespräch zu kommen.

Hier geht es zum Gewinnspiel:

https://www.bund-bawue.de/service/presse/verlosung-karten-fuer-atomkraft-forever-zu-gewinnen/

 

 

Hier geht's zum Trailer.

Spielende Füchslein machten das Rennen

Kinder-Fotowettbewerb des Heilbronner BUND-Ortsverbands abgeschlossen

Aria Höllmüller (9 Jahre) erhielt mit ihrem Bild spielender Fuchskinder den 1. Platz - und die Urkunde aus der Hand von OB Harry Mergel (Bild: Hohlweck/BUND Regionalverband Heilbronn-Franken)

(28. Juli 2021) Zwei junge Füchse, die ausgelassen im Gras miteinander tollen - dieser Schnappschuss gelang Aria Höllmüller in diesem Frühjahr im Heilbronner Norden. Und mit diesem Bild ergatterte die Neunjährige jetzt den 1. Platz beim Kinder-Fotowettbewerb "Endlich Frühling" des Heilbronner BUND-Ortsverbands. Am Samstag, den 17. Juli, fand die feierliche Preisvergabe im Botanischen Obstgarten statt. "Zur Prämierung konnten wir wegen der Corona-Auflagen leider nur die Kinder und ihre Familien einladen, deren Bilder in die TopTen kamen", erläuterte Jürgen Krüger, Vorsitzender der BUND-Ortsgruppe, "Dabei hatten wir knapp 100 tolle Einsendungen und hätten gerne alle Teilnehmenden heute dazu geholt!". Mit dem Porträt einer Mauereidechse kam Eric Ferguson (9 J.) auf den zweiten Platz. "Bronze" erhielt Lucas Walburg (9 J.) mit seinem Bild einer Schwanenfamilie im Pfühlpark. Auf die Plätze vier bis zehn schafften es: Oliver Krämer, Jakob Reikowski, Rosa Rastegaran, Aaron Kühnl, Kaja Straub, Finja Lang und Zacharias Hering. Sie alle durften ihrer Preise aus der Hand von Oberbürgermeister Harry Mergel entgegennehmen. Das Stadtoberhaupt betonte in seiner kleinen Rede, wie wichtig es sei, genau hinzuschauen, was sich in der Natur und Umwelt tut. Genau dies lehre uns derzeit die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Deshalb seien solche Aktionen wie der Fotowettbewerb des BUND auch so pädagogisch wertvoll. "Ihr habt genau hingeschaut, und das ist toll!" Als Preise steuerte die Stadt Heilbronn je eine Jahreskarte für die Experimenta für die ersten drei Plätze bei, die anderen erhielten Tageskarten. Vom BUND gabs noch ein Jahresabo der BUND-Kinderzeitschrift "Manfred Mistkäfer" (1. Platz), ein Kinder-Naturführer (2. Platz) und das BUND-Tierspuren-Spiel "Fittoroy" obendrauf. Alle Kids erhielten dazu u. a. noch Becherlupen - und mit denen durften sie im Anschluß auf einer Wiese im Botanischern Obstgarten auf Expedition gehen.

Expedition in die Stadtnatur- Kindergruppen geplant

Insektenexperte Gottfried May-Stürmer, Geschäftsführer des Regionalverbands BUND Heilbronn-Franken, half ihnen dann beim Bestimmen von Schmetterling, Wildbiene, Spinne und Käfer. Aber auch bei Birgit Eschenlohr vom BUND-Landesverband gab es einiges zu sehen: Sie hatte Seidenspinnerraupen und die riesigen Raupen des Kleinen Nachtpfauenauges dabei. Klar, dass die angehenden Naturforscherinnen und Naturforscher die eingehend untersucht haben. Auf großes Interesse stieß auch die Ankündigung, dass der BUND ab nächstem Jahr mit Kindergruppen startet - wer Interesse hat, der kann sich gerne schon vorab auf die Liste setzen lassen (Kontakt: andrea.hohlweck@bund.net).

BUND-Kinder-Fotowettbewerb: Jetzt abstimmen!

Knapp 100 Bilder eingegangen - online abstimmen bis 15. Juli

Für den Wettbewerb "Endlich Frühling" gingen beim BUND knapp 100 Fotos ein. Jetzt kann über die besten drei online abgestimmt werden (Bild: privat)

(Heilbronn, 22.06.2021) Frühling adé - Wettbewerb beendet! Knapp 100 Fotos sind für den Kinder-Fotowettbewerb unserer BUND-Ortsgruppe Heilbronn eingegangen. Mitgemacht haben rund 50 Kids, die sich für ihre "Endlich-Frühling!"-Motive in Heilbronn auf Fotosafari begeben haben. Ob Tierkinder bei Fuchs, Schwan und Ente, ob Hummel, Maus, Käfer oder Regenwurm, viele tolle Tiermotive wurden per Kamera festgehalten. Aber auch die Pflanzenwelt fanden die zwischen 5 und 14 Jahre alten Kids interessant. So wurden neben wunderschönen Blüten- und Landschaftsbildern auch Schnappschüsse von Wildstauden oder Bäumen eingesandt. Rund 70 Bilder haben es nun in die Auswahl geschafft, die auf der BUND-Homepage https://www.bund-heilbronn-franken.de/kinder-fotowettbewerb präsentiert wird. Bis 15. Juli können die Homepage-Besuchenden dort ihre drei Favoriten aussuchen und ihre Auswahl unter Nennung der Bildnummern (mit Beschreibung)  an andrea.hohlweck(at)bund.net von unserer BUND-Regionalgeschäftsstelle Heilbronn-Franken senden. Die zehn besten Bilder werden dann bei der Siegerehrung Ende Juli gezeigt. Zu diesem Anlass werden auch die drei besten Bilder gekürt. Die Preise für die Plätze 1, 2 und 3 werden den kleinen Fotografinnen und Fotograten von Oberbürgermeister Harry Mergel persönlich überreicht. Als Gewinne winken u. a ein Jahresticket für die Experimenta und vieles mehr! Stattfinden wird die Veranstaltung voraussichtlich im Botanischen Obstgarten. Durch die Corona bedingte Absage der Heilbronner Gartenträume (4. Juli), die ursprünglich für Ausstellung und Siegerehrung geplant war,  mussten wir als Veranstalter umdisponieren. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. "Nun freuen wir uns auf möglichst viele, die für die tollen Bilder abstimmen. Und wir danken natürlich allen Kindern, die sich so zahlreich und kreativ auf Fotosafari in die Heilbronner Stadtnatur begeben haben", freut sich Jürgen Krüger vom Heilbronner BUND-Ortsverband.

Naturdenkmal Benzleswiesen in Oberstenfeld-Gronau erhalten

Der BUND Regionalverband setzt sich mit der Ortsgruppe BUND Beilstein dafür ein, dass in Oberstenfeld-Gronau das rund 8.100 qm große Naturdenkmal "Gehölz Benzleswiesen" nicht durch unseres Erachtens unnötige Eingriffe beschädigt wird. In dem Mini-Urwald am Zusammenfluss von Bottwar und Kurzach leben geschützte Tierarten wie Eisvogel, Wasseramsel, Gebirgsstelze und viele Spechtarten. Das Kleinod beherbergt auch ein einzigartiges Stück Kulturgeschichte: das einmalige Ensemble am ehemaligen Gronauer Naturfreibad mit dem Aquädukt, den Mühlkanälen und Wehren. Nun soll mit schwerem Gerät in dieses Natur- und Kultur-Ensemble eingegriffen werden und das Kleindenkmal weichen. Warum? Um die ökologischen Eingriffe für die Hochwasserrückhaltebecken Prevorster und Kurzacher Tal auszugleichen. Dabei wurden alternative Kompensationsmöglichkeiten in der Region bislang nicht ausreichend geprüft. Helfen Sie mit, das zu verhindern.

Hier finden Sie eine Unterschriftenliste zum Download, die Sie ausdrucken und verteilen oder vermailen können. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Kinder-Fotowettbewerb der Heilbronner Ortsgruppe

Geht in Heilbronn auf Fotosafari und schickt uns Euer tollstes Natur-Frühlingsbild!

NEUE INFO: Da der Frühling die letzten Wochen über im Winterschlaf war, haben wir unseren Abgabetermin verlängert! Ihr könnt noch bis 15. Juni Eure tollen Natur-Bilder aus Heilbronn bei uns einsenden. Wir freuen uns!

Und hiernochmal ausführlich!

Endlich Frühling! Nicht nur wir Menschen, sondern auch die Stadtnatur um uns herum freut sich tierisch auf die neue Jahreszeit. Bald startet die Natur in der Heilbronner City und in den Stadtteilen so richtig durch. Höchste Zeit, mit unserem Kinder-Fotowettbewerb ebenfalls loszulegen. Mitmachen können Kids zwischen 6 und 14 Jahren.

Unser Thema: „Endlich Frühling“! Geht auf  Fotosafari in Heilbronn und entdeckt die Stadtnatur. Aufs Foto können also Löwenzahnblüte, Amsel, Honigbiene, Igel, Krokus, Regenwurm, Vergißmeinnicht, Blaumeise, Veilchen, Ameise und vieles mehr, was bei uns in Heilbronn in Gärten, Parks und an der Straße lebt.

Schickt uns Eure Fotos bis 15. Juni per Mail an bund.franken(at)bund.net. Auf unserer Homepage www.bund-heilbronn-franken.de können dann später alle die besten 10 Bilder aus allen Einsendungen auswählen. Diese Top Ten kommt dann im Sommer nochmal in eine Ausstellung. Und aus denen werden dann nochmal die 3 besten Bilder ausgewählt. Natürlich winken den drei Gewinner*innen tolle Preise. Aber darüber erzählen wir, wenn es soweit ist.

Nun freuen wir uns auf Eure Fotos!!!

NEUE INFO: Die besten Bilder werden einem Riesenpublikum im Juli auf den Heilbronner Gartenträumen präsentiert. Die große Garten- und Blumenschau findet am Wochenende des 3. und 4. Juli rund um die Neckarbühne in der Heilbronner City statt.

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