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Regionalverband Heilbronn-Franken

BUND zum Rückbau des AKW Neckarwestheim: Schnell stilllegen - umsichtig rückbauen!

27. November 2018

Der Energiekonzern EnBW und seine Tochter EnKK planen, den Block II des Atomkraftwerks Neckarwestheim stillzulegen und abzureißen. Am heutigen Dienstag, den 27. November 2018, beginnt die Erörterung von Einwendungen zu den Planungen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, hat allein 64 Einwendungen formuliert und wird diese beim Erörterungstermin in der Reblandhalle in Neckarwestheim vortragen. Kern der Forderungen des BUND sind die umgehende Stilllegung des Atomkraftwerks und anschließend ein umsichtiger Rückbau.

BUND zum Rückbau des AKW Neckarwestheim:

Schnell stilllegen – umsichtig rückbauen!

Der Energiekonzern EnBW und seine Tochter EnKK planen, den Block II des Atomkraftwerks Neckarwestheim stillzulegen und abzureißen.  Am heutigen Dienstag, den 27. November 2018, beginnt die Erörterung von Einwendungen zu den Planungen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, hat allein 64 Einwendungen formuliert und wird diese beim Erörterungstermin in der Reblandhalle in Neckarwestheim vortragen. Kern der Forderungen des BUND sind die umgehende Stilllegung des Atomkraftwerks und anschließend ein umsichtiger Rückbau.

Die EnBW will die vom Atomgesetz erlaubte Betriebsdauer bis Ende 2022 vollständig ausschöpfen, aber sie lässt das Genehmigungsverfahren schon heute durchführen. „Die bei der jüngsten Revision deutlich gewordene Korrosion an Heizrohren in den Dampferzeugern und die dafür ursächliche Korrosion an Kondensatoren hat erneut gezeigt, in welchem Zustand sich das Atomkraftwerk befindet“, sagt BUND-Regionalgeschäftsführer Gottfried May-Stürmer, „Sicherheit bietet nur eine schnelle Stilllegung von Block II“.

Beim Abriss dagegen soll die EnBW sich Zeit lassen, meint der BUND. Grundlage für das Vorgehen muss eine gründliche radiologische Charakterisierung sein. Das geht aber nur, nachdem die Anlage brennelementfrei ist. „Beim Rückbau eines Atomkraftwerks können erhebliche Mengen an Radioaktivität in Umlauf gebracht werden“, gibt BUND-Umweltreferent Fritz Mielert zu bedenken, „Daher ist eine gründliche und umsichtige Planung notwendig. Wenn die Genehmigung Jahre vor der Stilllegung erteilt wird, muss sie notwendigerweise im Ungefähren bleiben.“

Von der Praxis, Anlagenteile, deren radioaktive Strahlung unter bestimmten Grenzwerten liegt, auf gewöhnliche Mülldeponien zu bringen oder sie über Metall- und Baustoffrecycling in die Wertstoffkreisläufe einzuspeisen, hält der BUND überhaupt nichts. „Auch wenn freigemessener Müll rechtlich kein Atommüll mehr ist – physikalisch strahlt er trotzdem“  erklärt BUND-Umweltreferent Fritz Mielert.

Weitere Informationen:

·        BUND Einwendungen: https://www.bund-bawue.de/fileadmin/bawue/Dokumente/Themen/Atomkraft/2018-08-28_BUND_SAG_GKN_II.pdfhttps://www.bund-bawue.de/fileadmin/bawue/Dokumente/Themen/Atomkraft/2018-08-28_BUND_SAG_GKN_II.pdf

Kontakt für Rückfragen

·        Gottfried May-Stürmer, Regionalgeschäftsführer beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Heilbronn-Franken: bund.franken(at)bund.net

·        Fritz Mielert, Referent für Umwelt und Energie beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg: fritz.mielert(at)bund.net, 0176 666 81 817 (nur in Pausen der Erörterung erreichbar)

 

 

 

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